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Lehrer hatte Sex mit Schülerin - Frauennotruf kritisiert Urteil

Das OLG Koblenz hat einen 30-jährigen Lehrer freigesprochen, der Sex mit einer 14-jährigen Schülerin hatte. Der Mainzer Frauennotruf empört sich in einer Stellungnahme zu dem Urteil.

 

„Dieses Urteil ist ein massiver Rückschritt in dem Bemühen sexualisierte Gewalt und sexuellen Missbrauch in Schulen und anderen Institutionen zu bekämpfen“ kritisieren die Fachstellen gegen sexuelle Gewalt in RLP das OLG-Urteil. Es ist gerade drei Jahre her, dass die Aufdeckungswelle von sexuellem Missbrauch in Schulen und kirchlichen Einrichtungen für eine unglaubliche Öffentlichkeit zum Thema „Sexueller Missbrauch in Institutionen“ sorgte.

Eine unabhängige Beauftragte der Bundesregierung wurde eingestellt, ein bundesweites Hilfstelefon eingerichtet, an runden Tischen und Arbeitsgruppen beschäftigten sich Fachleute, Politikerinnen und Politiker lange Zeit intensiv mit dem Thema Sexueller Missbrauch an Schulen. Zahlreiche Empfehlungen wurden erarbeitet, die es umzusetzen gilt. Am 24. Mai 2011 wurde schließlich der Abschlussbericht der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kaum ein halbes Jahr später entscheidet jetzt das OLG Koblenz, dass die sexuellen Handlungen eines über 30 jährigen Lehrers mit einer 14 jährigen Schülerin der gleichen Schule nicht den Straftatbestand des „sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen“ erfüllen.

 

Autor: 
Eva Jochmann, Frauennotruf Mainz und Astrid Rund, Frauennotruf Rhein-Hunsrück-Kreis
Ressort:
Magazin
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