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Stadt der Wissenschaft: das große Abschlussinterview
2011, für Mainz das Jahr als Stadt der Wissenschaft. Wir sprachen mit OB Jens Beutel und FH-Präsident Professor Gerhard Muth über Effekte und Aussichten für die Landeshauptstadt.
STUZ: Wenn ein Mainzer Bürger Sie fragt: Was habe ich 2012 noch von Mainz als „Stadt der Wissenschaft“?
Was würden Sie ihm antworten?
Oberbürgermeister Jens Beutel: Einiges! Sichtbar wird dies vor allem in Veranstaltungen, die über 2011 hinaus weitergeführt werden, beispielsweise das LyrikLabor und die Sonderausstellungen in den Museen. Viele Studien, die angestoßen wurden und teilweise bereits abgeschlossen sind, bilden die Grundlage, das Ziel der nachhaltigen Wirkung auch noch weit nach 2011 zu realisieren, etwa die Studierendenanalyse, die Migrationsstudie und das jüngsth vorgestellte Wohnraumversorgungskonzept der Stadt Mainz.
Prof. Dr. Gerhard Muth: Seitens der FH haben sich zahlreiche Kooperationen gebildet, die auch über 2011 hinaus Bestand haben werden, darunter die Kooperationen mit dem Naturhistorischen Museum und dem Gutenberg-Museum. Wir werden auch künftig die beiden Museen mit Projekten aus unserem Haus unterstützten und dazu beitragen, interessante Ausstellungen für Mainzer Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Auch die Transferstelle Bildung der Johannes Gutenberg-Universität wird über 2011 hinaus weitergeführt werden. Sie wurde im Rahmen der „Stadt der Wissenschaft 2011“ am Zentrum für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH) eingerichtet. Mit der neu geschaffenen Transferstelle wird die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt, indem gemeinsame Kooperationen und themenspezifische Netzwerke von Seiten der Universität, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Akteuren der regionalen Bildungslandschaft unterstützt und verfestigt werden. Über 2011 hinaus wird das Konzept der Transferstelle Bildung weiterentwickelt. Leitlinien sind dabei die größere Transparenz von Netzwerken und Entwicklungsvorhaben der vielfältigen Akteure im Bildungsbereich sowie die Unterstützung koordinierter Projekte, die zur Bildungsqualität, insbesondere zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen.
Wie ist die Resonanz seitens der Unternehmen hinsichtlich der angestrebten noch engeren Vernetzung vom Wissenschaftsstandort Mainz und dem Wirtschaftsstandort Mainz?
Beutel: Viele Unternehmen haben sich sowohl inhaltlich mit eigenen Projekten und der Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen als auch als Sponsoren engagiert eingebracht.
Muth: Neben zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen gehören auch sieben Unternehmen mit hoher Forschungs- und Entwicklungskompetenz der Mainzer Wissenschaftsallianz an. Dies zeigt deutlich die Vernetzung der Unternehmen mit der
Wissenschaft. Auch in Zukunft wird diese Vernetzung weiter betrieben und ein Ausbau ist angestrebt. In diesem Kontext: Mit der Wissenschaftsallianz bestand bereits vor 2011 eine solche Vernetzung. Inwieweit hat sich die „Stadt der Wissenschaft“ in der Allianz bemerkbar gemacht? Muth: Die Mainzer Wissenschaftsallianz repräsentiert seit 2008 das breite und hochwertige Forschungs- und Technologie-Know-how in und um Mainz. In erheblicher Dichte konzentrieren sich hier drei Hochschulen, zwei Max-Planck-Institute, sieben außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen. Rund 4.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen für Vielfalt und hohe Leistungsfähigkeit in Technologie, Forschung, Lehre und akademischer Weiterbildung. Einen besonderen Schub haben der Wettbewerb und die Umsetzung des Programms „Mainz - Stadt der Wissenschaft 2011“ ausgelöst. Alle Akteure wollen diese Dynamik auch ab 2012 fortsetzen und weiter ausbauen. Es besteht ein großes Interesse der Mainzer Wissenschaftsallianz die Akteure der Initiative „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“ – soweit sie noch nicht Mitglied der Allianz sind – und weitere Einrichtungen, z. B. Gutenberg-Museum zu integrieren. Die im Rahmen der „Stadt der Wissenschaft 2011“ gebildeten Arbeitsgruppen bleiben vorerst bestehen und führen ihre Aktivitäten fort.















