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Kultur

Stephan Denzer: „Haus der Generationen“

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Seit Juli darf das Mainzer unterhaus Stephan Denzer seinen neuen Chef nennen. Denzer, 51, arbeitete zuvor viele Jahre für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und betreute beim ZDF die Sparte Kabarett und Comedy. Nachdem er Projekte wie die Heute-Show oder Die Anstalt entwickelt und zum Erfolg gebracht hat, sucht er nach eigenen Angaben nun die Möglichkeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen und verstärkt kreativ arbeiten zu können.

In seiner neuen Funktion löst er den langgedienten Geschäftsführer Ewald Dietrich ab. Dietrich verlässt das Unterhaus nach 16 Jahren, um sich der Arbeit an seiner Hilfsorganisation Human Help Network zu widmen.

Als zentrale Bereiche seiner Arbeit betrachtet Denzer vor allem die Gewinnung neuer Besucher. Besonders im „jungen“ Segment unter 50 Jahren möchte er mit neuen Programmen und einem modernisierten Social-Media Auftritt junge Menschen begeistern. Der erfahrene ZDF-Mann kündigt ebenfalls an, lokal nach Talenten suchen zu wollen. Durch seine Arbeit möchte er nach eigenen Angaben eine junge „Kreativcommunity“ bilden und insbesondere lokalen Newcomern den Einstieg in die Welt der großen Kleinkunst ebnen.

Wenngleich noch immer ein festes Stammpublikum interessierter Kabarettfreunde angezogen wird, so sieht es Denzer als Herausforderung, einen Ort der Begegnung und Kultur für alle Generationen zu schaffen. Marianne Grosse (SPD), unter anderem Kulturdezernentin der Stadt, schenkt Denzer für seine Arbeit dabei ihr vollstes Vertrauen und „alle Zeit der Welt“.

Mit Stephan Denzer bekommt das Mainzer unterhaus einen erfahrenen Medien- und Kulturschöpfer, der seine eigenen Auftritte im unterhaus, wie zuletzt 2008, noch in bester Erinnerung hat und mit Ehrfurcht vor der Geschichte der Hauses sein Amt angetreten hat.

von Maurice Daniel Göbel

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