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Am 30. November veranstaltet das Archiv für die Musik Afrikas in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie und Afrikastudien und die Außenstelle von Engagement Global, im Baron auf dem Campus der JGU (18 Uhr) eine Diskussionsrunde zum Thema „Fairtrade Music? Afrikanische Musik in Rhein-Main“. Wir haben mit Elodie Tegaboue (Veranstaltungsmanagarin bei AfricanVillage, Frankfurt) über das Thema gesprochen.

Frau Tegaboue, was macht afrikanische Musik für Sie aus?

Die afrikanische Musik ist eine traditionelle Musik. Man hat das Gefühl, wenn man die Musik hört, dass man in eine alte Zeit zurückkehrt und das ist auch einer der wesentlichen Gründe, warum wir die afrikanische Musik hier vorstellen und betonen möchten.

Gilt afrikanische Musik immer noch als exotisch für die breite Masse oder ist sie schon hier in Deutschland angekommen und hat sich etabliert?

Sie ist angekommen für einige Musikrichtungen von verschiedenen Orten aus Afrika, aber nicht für alle aus Afrika. Wenn man die Festivals und Veranstaltungen beobachtet, ist die west-, ost- und nordafrikanische Musik reichlich vertreten, aber zum Beispiel nicht die Musik aus Zentralafrika. Die spielt in Deutschland noch nicht so die Rolle und wird zu wenig präsentiert. Ich selbst komme aus Kamerun, deshalb liegt es mir natürlich am Herzen, dass sie hier in Deutschland vertreten und der Bevölkerung nähergebracht wird.

Wie sehr ist die afrikanische Musik im Rhein-Main-Gebiet verwurzelt und wie ist generell der Trend?

Sie hat zwar Wurzeln geschlagen, aber noch nicht so tief. Aber das gilt, wie schon gesagt, nicht für alle Musikrichtungen aus Afrika. Westafrikanische und die nordafrikanische Musik sind deutlicher als die zentralafrikanische Musik vertreten, dadurch dass viel mehr Menschen aus Nord- und Westafrika hier leben und ihre „mitgebrachte“ Musik hören. Deshalb muss man immer differenzieren.

Was bedeutet afrikanische Musik für Sie?

Für mich ist das eine besondere Art unsere Kultur zu zeigen und wer wir sind, weil Musik schon immer eine besondere Art war sich auszudrücken. Aber für mich persönlich ist es eine besondere Art und Weise uns den Menschen hier zu zeigen. Wir wollen die Wichtigkeit der afrikanischen Musik den Leuten aufzeigen, weil verschiedene Arten von Musik hier schon bekannt sind, aber eben nicht alle. Wir wollen mit den Zuhörern unsere Schwierigkeiten teilen und vermitteln. Das sind die zwei wichtigsten Punkte. Und natürlich den Austausch mit anderen Musikinteressierten, Musikern, Personen aus der Musikbranche, Musikorganisationen oder Musikgesellschaften fördern.

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