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Lobby für die Kleinsten

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Der Kinderschutzbund in Mainz umfasst mehr als ein Dutzend Einrichtungen und wird von 130 Festangestellten sowie achtzig Ehrenamtlichen getragen. STUZ stellt den Spendenpartner des neuen PROUDY Gutscheinbuchs 2020 vor.

Die vielfältige Arbeit des Kinderschutzbundes lässt sich nur schwer in einem Satz zusammenfassen. Das Ziel ist jedoch klar und einfach: „Kinder sollen eine gute Kindheit erleben“, bringt es Katharina Gutsch, Geschäftsführerin des Mainzer Orts- und Kreisverbands auf den Punkt. Und dafür setzt sich der Verein, den es in Mainz seit 1978 gibt, mit verschiedenen Angeboten ein.
Vom Elterntelefon, das anonyme Beratung für Mamas und Papas bietet, über die ambulante Jugendhilfe und Kinderhäuser bis hin zum Nachbarschaftstreff für Familien bietet der Verein ein breites Spektrum, um Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern unter die Arme zu greifen. Die pädagogische und psychologische Betreuung richtet sich dabei nach den Bedürfnissen des Kindes: „Jedes Kind ist einzigartig.“, erläutert die Geschäftsführerin.
Schwerpunkt des Vereins ist die Beziehungsarbeit. Das Kind wird nicht isoliert betrachtet, sondern im jeweiligen sozialen Kontext. Deswegen werden zu den Kindern ebenso Beziehungen aufgebaut wie zu den Eltern. Und das funktioniert gut.

Am besten Prävention

Wenn Gutsch sich etwas wünschen dürfte, würde die Arbeit jedoch noch mehr in Richtung Prävention gehen. Nach dem Motto: Statt einzugreifen, wenn es Probleme gibt, lieber von Anfang an dafür sorgen, dass die Probleme erst gar nicht entstehen. Ein Paradebeispiel hierfür ist ein Projekt, das zur Betreuung von Schwangeren ins Leben gerufen wurde. Werdende Mütter wurden bereits vor der Geburt begleitet und auf ihr neues Familienmitglied vorbereitet. Mittlerweile ist das erfolgreiche Projekt in der Erziehungshilfe des Vereins aufgegangen.
Vereine leben vom Ehrenamt, auch der Kinderschutzbund in Mainz mit seinem vielfältigen Engagement-Angebot. So haben beispielsweise Senioren die Möglichkeit „Wunschoma“ oder „Wunschopa“ zu werden und die Rolle von Großeltern für eine fremde Familie zu übernehmen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Die Senioren erfüllen sich womöglich ihren Traum vom Enkel oder der Enkelin und die Familie profitiert von der Herzlichkeit und der Erfahrung der Wunschgroßeltern.
Aber auch junge Leute können sich ehrenamtlich engagieren. Das Programm „Mentoring Mainz“ bietet die Möglichkeit, geflüchtete Kinder und Jugendliche persönlich zu betreuen. In freier Zeiteinteilung kann man somit seinem Menti dabei helfen, sich im deutschen Alltag zurechtzufinden. Egal ob angehender Jurist oder frischgebackene Sozialpädagogin, jeder ist gefragt, sich mit seinen Kompetenzen einzubringen.
Politisch betrachtet wünscht sich die Geschäftsführerin vor allem eine Sache: Dass die Kinderrechte endlich im Grundgesetz verankert werden. Und natürlich eine möglichst breite Unterstützung in der Gesellschaft. Schließlich lebt der Verein von seinen Spenden. Täglich betreut der Kinderschutzbund in der Stadt Mainz und im Kreis Mainz-Bingen rund 300 Kinder. Das bedarf engagierter Menschen und ausreichender finanzieller Ressourcen.
Die Diplompädagogin und Betriebswirtin unterstreicht ihr hochkarätiges Team und hebt die einzigartige Kombination aus Expertise und einer Kultur des Miteinanders hervor. Respekt und ein würdevoller Umgang sind ihr wichtig. Genauso wie die Möglichkeit, „für unsere Zukunft investieren zu dürfen.“

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