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Bleibt dieses Jahr daheim: Ein Tag am Rhein

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Bei strahlendem Sonnenschein ausgelassen feiern und tanzen: eigentlich ein typisches Bild zu dieser Jahreszeit. Doch weil die gewohnte Festivalsaison dieses Jahr nicht stattfindet, droht gähnende Langeweile im Sommer 2020. Abhilfe schaffen die Jungs von Wir sind Verboten. Am Pfingstmontag bringen sie gemeinsam mit den Rheingau Studios ihr Festival Ein Tag am Rhein per Livestream (zu euch) nach Hause.

In den vergangenen vier Jahren hat sich Ein Tag am Rhein als Elektrofestival made in Mainz weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein feierten vergangenes Jahr zig Raver aus ganz Deutschland und Europa im bunt geschmückten Alten Postlager, genossen das sommerliche Wetter und feierten auf zwei Floors durch den Tag und die ganze Nacht. Weil das fiese Coronavirus Großveranstaltung den Garaus macht, hat sich das Mainzer Künstler-Kollektiv um Ersin Akgül und Christian Samujlo etwas Besonderes einfallen lassen. In Kooperation mit den auf digitale Events spezialisierten Rheingau Studios bringen sie das Festival-Feeling in die Schlafzimmer, Wohnzimmer oder auf die Balkone der Republik. „Für uns alle ist die aktuelle Zeit hart. Egal ob für Veranstalter oder Besucher“, sagt Ersin Akgül. „Wir können zwar aktuell unseren gewohnten Freuden nicht nachgehen, den Spaß wollen wir uns trotzdem nicht nehmen lassen. Deshalb bringen wir unser Festival zu den Menschen nach Hause.“ Am Pfingstmontag wird Ein Tag am Rhein wieder mit bekannten Künstlern stattfinden – diesmal allerdings nicht wie gewohnt in den großen Locations der Stadt, sondern als Facebook- und Vimeo-Stream.

Wenn von 14 bis 23 Uhr der sonst eher beschauliche Pfingstmontag dann mit eingängiger elektronischer Musik belebt wird, legen neben dem Mainzer Teenage Mutants auch DJ Karotte zehn weitere Künstler auf und bringen den Sound von Ein Tag am Rhein zu allen Feierwütigen nach Hause. Der Eintritt für das Online Festival ist frei – es kann und soll aber gespendet werden. „Wir möchten mit unserem Festival nicht nur die Menschen daheim glücklich machen, sondern auch da helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird“, sagt Akgül. Vor oder während des Festivals können die Zuschauer*innen für 20 Euro imaginäre Eintrittskarten erwerben. „Das gesamte Geld kommt der Pfarrer-Landvogt-Hilfe in Mainz zugute. Die Ehrenamtlichen setzten sich dort seit Jahren für obdachlose Menschen in unserer Stadt ein.“ Als kleinen Bonus erhalten alle Spender*innen freien Eintritt auf eine der kommenden Veranstaltungen von Verboten für sich und eine Begleitperson. Dann wieder in gewohnter Atmosphäre mit vielen anderen Menschen in den Klubs der Umgebung.