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Smart City: Ein Upgrade für die Stadt

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Anfang März war der Kick-off für die Fokusgruppe „Smart City“ des Gutenberg Digital Hubs. STUZ war mit dabei und stellt euch die spannendsten Ideen für die Stadt 2.0 vor.

Von Tom Albiez

Veranstalter des Kick-off-Events via Zoom waren neben dem Gutenberg Digital Hub, die Mainzer Stadtwerke und die Unternehmensberatung Boldly Go Industries. Der Gutenberg Digital Hub mit Sitz am Mainzer Zollhafen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bürger zu vernetzen, um Digitalisierungsthemen voranzutreiben. Das Event der Fokusgruppe „Smart City“ wartete mit ein paar spannenden Ideen für die intelligente Stadt von Morgen auf.

Pado: Parkplatzsuche per App
Parkplatzsuche in der Innenstadt kann ganz schön nervenaufreibend sein. Vor allem, weil man nie weiß, wann eines der zahlreichen parkenden Autos mal für die eigenen vier Räder Platz schafft. Genau dieses Problem soll die Pado-App lösen. Eine App mit Community-Ansatz, die eine Incentivierung durch Pado Coins schaffen soll. Diese erhält man, wenn man einen Parkplatz als bald frei meldet. Für die Reservierung ebendieser Parkplätze muss man wiederum Pado Coins bezahlen. Die App ist per API mit Google Maps verbunden. Sie soll sowohl für kostenlose als auch kostenpflichtige Parkplätze zum Einsatz kommen.

Rynx: Displays mit Abflughallenfeeling
Riesengroße Displays, die wenig Informationen bereitstellen, aber viel Strom verbrauchen, sind nicht optimal. Genau dieser Ansatz steckt hinter Rynx: Mechanische Displays, bei denen sich Falttafeln beziehungsweise Ringe wie bei Rynx eindrehen, verbrauchen nur dann Strom, wenn eine Umstellung erfolgt. Bei sogenannten semistatischen Informationen wie dem Datum, das sich nicht permanent ändert, können mechanische Displays ihren Vorteil beim Energieverbrauch ausspielen. Dennoch sind sie nicht allein analog, sondern durch ihre Vernetzung und Steuerung auch smart einsetzbar.

Evotegra: ÖPNV mit KI-Bilderkennung
Evotegra ist Spezialist für künstliche Intelligenz. Genau diese KI soll beim ÖPNV zum Einsatz kommen. Ausgestattet mit Sensoren sollen die Busse Hindernisse erkennen, die Verkehrsdichte messen oder Vandalismus dokumentieren. Wer Sorgen um die Daten hat, die dabei gesammelt werden, kann immerhin damit beruhigt werden, dass die Datenverarbeitung nur im Fahrzeug stattfindet. Die Technologie ist auf jeden Fall schon so weit, dass sie Verkehrszeichen erkennen kann. Die Verwendung ist für jegliche Arten von Fahrzeugen denkbar. Wer durchs Lesen Lust auf mehr bekommen hat, kann sich einen Clip zum mobilen Datenerfassungssystem auf der Website von Evotegra anschauen, bei dem man die Erkennungssoftware auf einer Fahrt über die Theodor-Heuss-Brücke im Einsatz sehen kann.

Center Smart Services: mobile Luftqualitätsmessung
Bisher ist Luftqualitätsmessung vor allem eine stationäre Angelegenheit, nur an wenigen Orten in der Stadt wird die Luftqualität gemessen. Zwar handelt es sich hierbei häufig um neuralgische, also vielbefahrene Straßenstellen, jedoch lässt sich so nur schwer ein Gesamtbild von der Luftqualität in der Stadt erkennen. Die Lösung von Center Smart Services für dieses Problem erscheint genauso simpel wie genial. Statt feste Punkte mit Messtechnik auszustatten, werden bestehende mobile Flotten genutzt, um flächendeckend die Luftqualität zu erfassen. Diese Echtzeitmessung ist bereits in Aachen erprobt. Mit nur 13 Bussen konnte dort eine breite Abdeckung des Stadtgebiets erzielt werden. Warum also nicht in Zukunft auch in Mainz? Wer mehr zum Thema Smart City erfahren möchte, kann einfach Teil der Fokusgruppe „Smart City“ des Gutenberg Digital Hubs werden.

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