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Mainz

Grenzenlos: die Rache der Panda-Pussies

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Grenzenlos Kultur ist Deutschlands dienstältestes Festival mit behinderten und nicht behinderten Künstler:innen und geht vom 22. September bis 2. Oktober im Staatstheater Mainz in die 24. Runde.

Den Auftakt des Programmreigens gestalten die schottische Künstlerin Claire Cunningham und der amerikanische Performer Jess Curtis mit „The Way You Look (at me) Tonight“. Wie sehen wir einander an? Wie erlauben wir uns gesehen zu werden? Können wir lernen, über Grenzen der Andersartigkeit hinweg zu sehen? Auf ihrer sinnlichen Reise lassen die beiden Performer:innen eine magische Mischung entstehen aus philosophischem Essay, Kontaktimprovisation, Hommage an das Hollywood der 1930er und einer Liebesgeschichte, die niemanden kalt lässt. Hora und das Künstlerinnenkollektiv Henrike Iglesias nehmen in „Es war keinmal“ das Märchen nach allen Regeln der Kunst auseinander, fragen sich, ob der Frosch auch Frosch bleiben und die Hexe die Welt retten darf. Klar wird am Ende: Normalität ist ein Märchen. Das legt auch Vanessa Sterns Performance „Die Rache der Panda-Pussies“ nahe, in ihrer überraschenden, inklusiven, generationenübergreifenden Panda-Bambule mit ganz viel Bambus. Das Theater Stap zieht in seiner 50. Bühnenproduktion mit „Het Kraakpand“ (Das besetzte Haus) alle künstlerischen Register, feiert die Groteske und präsentiert eine Welt, in der alle Gewissheiten ins Wanken geraten. In der zweiten Festivalhälfte widmet sich Grenzenlos Kultur verstärkt dem Kultursommer-Motto „Kompass Europa: Ostwind“. Mit dabei sind Gastspiele aus Belarus, Serbien sowie der Ukraine. In einem Symposium, das sich in Theorie und Praxis mit den politischen Entwicklungslinien und Arbeitsmöglichkeiten inklusiver Ensembles in osteuropäischen Ländern beschäftigt, wird Zuschauer:innen der Blick in deren Theater- Realitäten erweitert. In Zeiten, in der die Kluft zwischen Ost und West größer wird, versteht sich Grenzenlos Kultur auch als Forum, um gemeinsam mit Publikum und Künstler:innen in Dialog und Austausch zu treten, um zu diskutieren und natürlich – zu feiern!

Foto: DorotheaTuch

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