STUZ-News im Mai
von Caroline Alberta Glabacs
Queere Erinnerungen
Der Verein Schwuguntia e. V. organisiert jährlich die „Sommerschwüle“, den Mainzer CSD. Nun hat Schwuguntia dem Stadthistorischen Museum Mainz Objekte aus über 30 Jahren CSD-Geschichte übergeben: Shirts, Plakate, Flyer und andere Objekte aus den 1990ern und der Zeit bis heute gehen als Dauerleihgaben ins Museum. Das Ziel ist es, eine Ausstellung zur queeren Stadtgeschichte in Mainz zu ermöglichen. Weitere Leihgaben sind ausdrücklich willkommen. Mehr Infos unter: stadtmuseum-mainz.de und schwuguntia.de
Mehr als Obdach
Die Stadt Mainz erweitert die „Unterkunft Plus“ für obdachlose Menschen mit psychischen Erkrankungen: Statt bisher zehn stehen nun 13 Plätze zur Verfügung. Auch der Sozialdienst wird durch eine aufgestockte Stelle verstärkt. Die spezialisierte Einrichtung bietet Schutz, Betreuung und Perspektiven für Menschen, die im Hilfesystem oft durchs Raster fallen. Ziel ist medizinische Hilfe, Stabilisierung, aber auch die langfristige Integration in die Gesellschaft – ein in Rheinland-Pfalz bislang einzigartiges Angebot.
Mehr Action auf Rezept
In Rheinland-Pfalz gibt es das „Rezept für Bewegung“ jetzt auch für Kinder und Jugendliche. Ärzt:innen können es bei Bewegungsmangel ausstellen und Betroffene so zu mehr Sport motivieren. Die Initiative des Deutschen Olympischen Sportbunds und der Bundesärztekammer soll Gesundheit fördern und Einsamkeit vorbeugen. Das Rezept verweist auf passende Angebote in der Nähe und ist kostenlos erhältlich. Die Kosten für eventuelle Mitgliedschaften tragen Patient:innen selbst. Alles Wichtige: lsb-rlp.de/rezept-fuer-bewegung
Wer steuert den Feed?
Beim 26. Mainzer Mediengespräch dreht sich alles um die Frage, wie Vielfalt auf Social Media sichtbar bleibt. Am 21. Mai diskutieren Expert:innen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über Algorithmen, Aufmerksamkeit und Meinungsbildung. Veranstaltet vom Mainzer Medieninstitut, beleuchtet das Event, wie gute Informationen im digitalen Raum gesichert werden können, zwischen Regulierung und Freiheit. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 12. Mai ist erforderlich per Mail an: anmeldung@mainzer-medieninstitut.de
Smartes Grün
Zwei Hochschulen, ein Ziel: nachhaltige Innenräume. Das Projekt „SNIB“ der Hochschule RheinMain und der Hochschule Geisenheim University ist erfolgreich abgeschlossen. Studierende entwickelten eine smarte Pflanzeninstallation mit Sensoren und KI, die Daten zu Licht, Temperatur und Feuchtigkeit erfasst und Pflegeempfehlungen gibt. Installiert auf dem Campus verbessert sie das Raumklima und die Aufenthaltsqualität. Die Ergebnisse sollen künftig in der Innenarchitektur weitergedacht werden. Erfahrt mehr darüber unter: snib-hsrm-hgu.de
Gude Jubiläumsaktion
Anlässlich des 60. Jubiläums des Taunus Wunderlandes startet der Freizeitpark gemeinsam mit Bäcker Dries Rheingau eine Gewinnaktion. Wer ein „Gude Brot“ mit Aktionsbanderole kauft, hat die Chance auf Sofortgewinne, wobei jedes zehnte Brot garantiert gewinnt. Zu den Preisen zählen mitunter Heißgetränke, Eintrittskarten für Schulklassen oder Vereine und als Hauptgewinn lebenslanger freier Eintritt in den Freizeitpark. Die Aktion läuft noch bis Anfang Juni und nur solange der Vorrat reicht.
Babyklappe für Mainz
Seit dem 23. April steht in Mainz wieder eine Babyklappe zur Verfügung. Diese stellt ein anonymes und niedrigschwelliges Hilfsangebot für Mütter in Not dar und dient dem Schutz der Neugeborenen. Die Babyklappe befindet sich an der Rückseite der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz (Gebäude 109). Vor dem Haupteingang der Kinderklinik stehend wendet man sich nach rechts in den Czernyweg. Dann die nächste Straße links in den Kraeplinweg einbiegen, an Gebäude 211 vorbei und direkt links in den gepflasterten Weg einbiegen, der vor der Babyklappe endet.
Kunstinstallation in der Kirche
In der Kirche St. Mauritius in Wiesbaden zeigt die Münchner Künstlerin Elisabeth Heindl ihre Installation „passaggi“, italienisch für Passagen oder Übergänge. Die ortsspezifische Arbeit verwandelt den Kirchenraum in eine Abfolge aus Farbe, Licht und Bewegung. Besucher:innen durchschreiten blaue und gelbe Passagen und erleben den Raum auf diese Weise neu. Das Projekt der Initiative „Kirche und Kultur“ läuft bis zum 14. Mai und wird von regelmäßigen Artist Talks begleitet.
Virtuelle Ausstellung
Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain setzt erstmals auf virtuelle Kunst: Mit „Hier, wo wir sind“ kuratiert das WAVA Kollektiv Augmented Reality-Installationen im Main-Taunus-Kreis. In sieben Kommunen werden bekannte Orte digital erweitert, die Kunst wird nur vor Ort per Smartphone oder Tablet sichtbar. Internationale Künstler:innen schaffen dabei ortsspezifische Werke, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Virtuell „ausgestellt“ wird noch bis zum 10. Juli. Macht Euch schlau unter: kulturfonds-frm.de/hier-wo-wir-sind


