STUZ-News im September

von Caroline Alberta Glabacs
Vinyl-Vibes in Mainz
Am 20. September steigt von 11 bis 16 Uhr im KUZ die erste Mainzer Schallplattenbörse – präsentiert von der Agentur Lauber (Foto), die 2025 ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Rund 40 Aussteller und Ausstellerinnen bieten Vinyls, CDs und Raritäten aus allen Genres von den 50ern bis heute zu fairen Preisen. Eintritt 5 Euro, Familienkarte 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei. Mehr Infos rund um den Pflichttermin für Musikliebhaber:innen auf schallplatten-boersen.de
Schreibwütige gesucht
Ab dem 4. September startet die Jugend-Schreibwerkstatt „Die Schreibwütigen 2.5“ im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden. Immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr gibt Autor Alexander Pfeiffer kreative Impulse und stellt Techniken des kreativen Schreibens vor. Keine Vorkenntnisse nötig und kostenlos für 13 bis 18-jährige. Infos und Anmeldung unter wiesbaden.de/literaturhaus
Länger draußensitzen
Bisher versiegte um 22 Uhr der Hahn, der einen mit dem Erfrischungsgetränk der Wahl versorgt hatte – zumindest was die Außengastronomie angeht. Und dabei wird es im Sommer um diese Uhrzeit erst angenehm kühl. Inzwischen hat die Stadt Mainz ein Einsehen und verlängert die Öffnungszeiten für den Außenbereich der Gastronomiebetriebe in der Altstadt und Neustadt an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen bis 24 Uhr. Während der Füllstand im Glas nach 22 Uhr weiter steigen darf, muss der Lärmpegel runter. Zunächst bis zum 31. Oktober gilt die neue Verordnung – als eine Art Testphase.
Neues Kapitel
Das traditionsreiche Café Klatsch, das über 40 Jahre Teil der Wiesbadener Kulturszene war, hat im Juni seine Abschiedsparty gefeiert. Nun steht der Kulturort vor einem Neuanfang. Eine GoFundMe-Kampagne wurde gestartet, um für den Neuanfang zu sammeln. Laut Plan könnte das Café im Herbst wieder eröffnen. Das neue Kapitel des Cafés kann auf Instagram verfolgt werden unter: @klatsch.g
Jubiläumsfest ehrt 150 Jahre ESWE Verkehr
ESWE Verkehr feiert 150 Jahre Wiesbadener Nahverkehr mit einem großen Fest am Sonntag, 7. September, von 11 bis 19 Uhr am Standort Gartenfeldstraße. Besucher:innen erwarten Infos zu aktuellen Projekten, Musik, Kinderprogramm – inklusive Clowns und Hüpfburg – und natürlich Verpflegung. Shuttlefahrten mit dem Oldiebus verbinden das Dernsche Gelände mit dem Festgelände am Hauptbahnhof. Rückblick: Am 16. August 1875 beförderte der Wiesbadener Nahverkehr erstmals Fahrgäste in der Stadt. Mehr Infos: eswe-verkehr.de/jubilaeumsaktionen
Kunst trifft Klang
Vom 27. September bis 30. Oktober zeigt die Walpodenakademie „Contribution – very contemporary collaborations”. Das sind interdisziplinäre Bild- und Klang-Collaboragen des Mainzer Aktionskünstlers Brandstifter mit über 20 Artists aus aller Welt. Los geht es am ersten Tag mit einer Vernissage. Alle Infos zu Flexi-Patchwork, Lesung und einem experimentellem Klangkonzert gibt es auf walpodenakademie.de
Mainz digitalisiert Familiendienste
Seit dem 1. August bietet die Stad Mainz neue Onlinedienste für wichtige amtliche Dokumente: Negativbescheinigung aus dem Sorgeregister, Vaterschafts- und Mutterschaftsanerkennung sowie Sorgeerklärung. Ziel ist: weniger Bürokratie, schnellere Abläufe und mehr Komfort, besonders für junge Eltern. Anträge können digital gestellt, teils vorbereitet und per Post zugestellt werden. Infos: sorgeerklaerung-online.de
Kritik am neuen Hochschulpakt
Das Land Hessen und die Hochschulen haben den Hochschulpakt 2026–2031 unterzeichnet. Er senkt 2026 das Budget durch eine Konsolidierungsabgabe um rund 30 Millionen Euro, garantiert ab 2028 dafür jährliche Mittel für Tarifsteigerungen und erhöht den Anteil leistungsgesteuerter Finanzierung. Hochschulen hingegen kritisieren, der Pakt führe zu einem Defizit von etwa einer Milliarde Euro, rund 10 Prozent des Personalbudgets – und schwäche langfristig ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.
Klinik auf der grünen Wiese
Die Universitätsmedizin Mainz erwägt, die stationäre Versorgung ab 2027/2028 in ein neues Zentralgebäude und Logistikzentrum in die Draiser Senke – ein bislang grünes Naherholungsgebiet nahe dem ZDF – auszulagern, während die ambulante Medizin am bisherigen Campus bleiben solle. Grund für den Umzug seien eine marode Bausubstanz, ineffiziente Wege und hohe Sanierungskosten. Kritik kommt wegen der möglichen Einschränkung der Kaltluftschneise und dem mit dem Neubau verbundenen Landschaftseingriff.