Lade

Tippen zum Suchen

Stadt

Crime

Teilen

Von leichter Beute und schweren Jungs, oft nicht witzig und häufig zum Schießen: Wir präsentieren die Top-Verbrechen aus dem STUZ-Gebiet.

Zetteltrickbetrug? Nicht mit Oma. Denn die traut als Rüsselsheimerin schon mal gar keinem, erst recht nicht dieser merkwürdigen Frau, die bei ihr klingelte und um Zettel und Stift bat, um bei einem Nachbarn eine Nachricht zu hinterlassen. Als Oma bemerkte, dass im Treppenhaus noch zwei Begleiter der Zettelfrau standen, handelte sie, sagen die Cops, genau richtig: „Sie verwies das Trio sofort auf resolute Weise lautstark aus dem Haus.“ Erfolgreich.

Resolut ist das neue Höflich. Warum, fragte sich ein 47-Jähriger in der Mainzer Lotharstraße, sollte er sich behandeln lassen? Nur weil er eine klaffende Platzwunde am Hinterkopf hatte … Resolut setzte sich der Mann gegen die herbeigerufenen Sanitäter und Polizisten zur Wehr, die jedoch ihrerseits nicht nachließen. Er blutete wirklich stark. Allerdings nicht stark genug, um die Rettungskräfte nicht noch zu beleidigen, nach ihnen zu schlagen und zu spucken. Nach langem Kampf landete er mit versorgter Wunde in der Psychiatrie.

„Dabei äußerte er Verschwörungstheorien.“

Auch in Wiesbaden sind erste Trendsetter auf den Resolut-Zug aufgesprungen. Der Resolut-Style beinhaltet nicht einfach nur das Rumschreien und Um-sich-schlagen. Auch Accessoirs können für den richtigen Swag sorgen. Etwa ein Luftgewehr. Ein 35-jähriger trug ein solches modebewusst An den Quellen zur Schau. Einmal mehr zeigte die Polizei kein Verständnis, nahm den Mann fest und stellte sein Accessoir sicher.

Mindestens genauso angesagt wie der Resolut-Style ist Fitness. Aber der gestählte Körper kostet Geld. Also brachen „Unbekannte“ in einem Gewerbegebiet in Mainz-Gonsenheim in ein Fitnessstudio ein und sparten so nicht nur das Geld für Proteinriegel und Getränke, sondern nahmen auch noch welches mit.

Getränke erbeuteten auch Einbrecher, die in ein als Imbiss genutztes Gartenhaus einstiegen. Sie ließen „dort gelagerte Softdrinks im Wert von rund 70 Euro mitgehen.“ Guten Durst. Die passenden Gefäße besorgten sich übrigens Einbrecher in der Kirche zu St. Georg in Rüsselsheim. „Die Täter entwendeten unter anderem drei Salbungskelche und eine Glasschale, die im Gottesdienst Verwendung finden.“

„Die Täter entwendeten unter anderem drei Salbungskelche und eine Glasschale, die im Gottesdienst Verwendung finden.“

STUZ Crime Mystery, Teil 1: Der Spind. Ein „amtsbekannter 55-Jähriger“ erschien an der Mainzer Uni und verlangte nach verlorenen Gegenständen. Aus dem Polizeibericht: „Er wirkte verwirrt und redete eher mit sich selbst. Dabei äußerte er Verschwörungstheorien.“ Dennoch suchten die Cops mit ihm den Spind auf, in dem der Suchende seine Sachen vermutete. Doch der Spind war leer! Stattdessen wurde dem Mann „ein schriftlich verfasstes und ausgesprochenes Hausverbot des Dekans übergeben.“
Immerhin etwas.

STUZ Crime Mystery, Teil 2: Der Wohnwagen. „Wohnwagen auf Schulparkplatz in Wallrabenstein abgestellt“, verlautet die Polizeimeldung. Wo auch immer Wallrabenstein liegt. „An dem verwahrlosten Wohnwagen sind keine Kennzeichen angebracht“, heißt es weiter. Es wird immer gruseliger. Was hatte es mit dem Wohnwagen auf sich, der bereits unter der ICE-Brücke bei Idstein gesichtet worden war, ebenso auf einem Feldweg nahe der A3. Wo wird der Wohnwagen als nächstes landen? Wir bleiben dran.

Nicht so klug: Ein 23-jähriger Wiesbadener sprach bei der Polizei vor, irgendwas mit Drogen und Autofahren. Im Anschluss stieg er in seinen Wagen und fuhr davon. Die Cops folgten ihm und stoppten ihn, ein Drogenschnelltest reagierte positiv. Auch nicht so clever: Ein 47-Jähriger aus Mainz klaute in Heidesheim ein Fahrrad in einem kameraüberwachten Bereich. Die Cops erkannten ihn auf den Bildern, denn nur kurz vorher war er mit seinem Wagen in eine Verkehrskontrolle geraten und vor dieser zu Fuß geflüchtet, weil er betrunken war.

Betrunken ist das Stichwort, wir kommen zum ersten Promillerekord in 2018. Die Messlatte wird hier nicht sonderlich hoch gelegt. In Mainz schlief ein 40-Jähriger bei laufendem Motor in seinem Auto ein. Wert: 1,86 Promille und damit Platz 3. Silber geht an einen ebenfalls 40-jährigen Wiesbadener, der einen geparkten Wagen crashte und weiterfuhr. Er wurde mit 2 Promille gestoppt. Sieger ist ein polnischer Fahrzeugführer, der den Cops im beschaulichen Lörzweiler ins Netz ging: 2,47 Promille genügen diesmal für Gold.

„Der Wagen war verschlossen und wies keine Aufbruchsspuren auf.“

Die guten Nachrichten zum Schluss. Der weiße VW Polo, den ein älterer Herr in Mainz als „spurlos verschwunden“ gemeldet hatte, ist wieder aufgetaucht. Er stand im Bretzenheimer Südring. „Der Wagen war verschlossen und wies keine Aufbruchsspuren auf.“ Offenbar hatte der 79-Jährige ihn dort abgestellt – und nicht vorm Gutenbergcenter, wie ihm sein altes Gedächtnis mitgeteilt hatte. Haben wir hier einen Hinweis, wem der mysteriöse Wohnwagen gehören könnte? Crime bleibt spannend …

Tags:

Dies könnte auch interessant sein

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Verwandte Artikel