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Vom Saufen und Vergessen

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Wir alle haben sicher schon Momente erlebt, in denen einem gefühlt das Herz herausgerissen wurde. Momente, in denen wir am Boden zerstört sind, weil der Mensch, den wir liebten oder auch nur mochten, sich einfach vom Acker gemacht. Liebe ist nicht vorhersehbar oder beeinflussbar, im Prinzip macht sie einfach was sie will. What a bitch.

Wein oder Wodka? Beides!
Meine Freundin Lena wurde von ihrem Freund verlassen, einfach so, komplett unangekündigt und ohne eine plausible Erklärung. Die Folge: Drei Wochen lang glich sie einem Häufchen Elend. Was Liebe mit einem machen kann, wird in solchen Situationen erst so richtig deutlich. Vom high sein vor Glückshormonen bis zu depressiver Scheißstimmung ist hier alles dabei. Liebe ist ein Gefühl und keine Wissenschaft. Klar können wir erforschen, was Liebe mit uns macht und in uns auslöst, aber sie ist und bleibt doch ein Mysterium. Sie kommt und geht und stellt einfach mal das komplette Leben auf den Kopf. Ist es das überhaupt wert? In Lenas Fall war zwar nicht unbedingt von DER großen Liebe die Rede, aber wenn dann plötzlich die ganze Zuneigung und das tolle Gefühl vom Verknalltsein weg ist und das Herz sich anfühlt wie zertrampelt, überfahren und gleich nochmal in den nächsten Fluss geworfen, kann das ganz schön scheiße sein. Also macht man das Sinnvollste: Den besten Freund anrufen und saufen. DIE Notlösung um die endgeilen Gedanken in Dauerschleife an den einen Kerl oder die eine Bitch zum Teufel zu jagen. Spätestens wenn man sich dann aber auf der Clubtoilette fragt, warum man denn jetzt mit dem nächstbesten Fremden knutschen musste, fragt man sich dann doch, ob das wirklich die effektivste Methode ist.

Frag Bridget & Jennifer
Glauben wir den unzähligen Liebesfilm-Vorgaukeleien, müssten wir uns nach einer Trennung erstmal tagelang ins Bett verkriechen, alle Bridget-Jones-Jennifer-Lopez-Lovestory-Filmchen heraus kramen, zehn Becher Ben & Jerry’s mit verheulten Augen verputzen und in einem Haufen vollgerotzter Taschentücher liegen. Bullshit. Natürlich gibt es Tage, an denen uns genau nach so etwas ist, aber in der Regel macht sich Ablenkung für uns wesentlich bewährter. Zumindest am Anfang und dann hat die Tränendrüse meistens eh schon wieder die Heulerei-Phase überwunden. Wir Mädels haben da meistens das gleiche Schema: Ein paar Stunden heulen und schreien, entscheiden, dass man zu viel Stolz hat ihm nachzuheulen und man ja eigentlich eh viel mehr wert ist und da draußen genug andere Männer sind, die einen mit Kusshand nehmen würden. Und dann erinnern wir uns daran wie viele heiße Promis Single sind (Channing Tatum, Brad Pitt, Johnny Depp … Moment, erstmal den Sabber wieder abwischen).
Wenn wir dann den Schritt erreicht haben, Nummer und sämtliche Sozialen Netzwerk-Profile von ihm oder ihr zu blockieren, geht es langsam wieder aufwärts. Aus einer Flasche Wein am Abend wird ein Glas pro Tag – direkt auf Null zu gehen wäre schließlich nach wie vor zu hart. Und siehe da: Der Lebensmut kehrt zurück und mit offenen Augen latschend wird die nächste attraktive Beute gesucht. Nicht um sich gleich in die nächste Beziehung zu stürzen, sondern einfach um sich zu beweisen: Jepp, ich bin eben immer noch geil.
Man munkelt oft, dass Männer die Sache ganz anders angehen. Angeblich kommen die Gefühlsausbrüche erst Wochen später (na gut, äußert sich vielleicht mehr in einem Tränchen als in einem ganzen „Ausbruch“). Zu Beginn scheint der Mann eher unberührt von der ganzen Aktion und chillt weiterhin sein Leben mit den Kumpels. Ich als Frau kann das ganze schlecht beurteilen, meine aber zu behaupten, dass euch das ganze auch näher geht, als ihr zugeben wollt. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege 😉

Was nun?
Aber gut, fragen wir uns mal, was effektiver ist, um das letzte Arschloch oder die letzte Arschlochin zu vergessen. Sicher geht jeder mit Herzschmez anders um. Ob Ablenkung oder lieber Trauerkloß ist jedem selbst überlassen und hängt klar von der Situation ab. Aber beides ist absolut in Ordnung, denn, face the facts: Verlassen worden zu sein, tut immer weh. Dennoch, einer großen Liebe oder einer kurzen Ego-pushenden Affäre „Ciao“ zu sagen, sind dann doch verschiedene Dinge. Bei Ersterem ist eine Depri-Phase durchaus angebracht, bei Letzterem hilft wohl einfach der nächste Typ oder die nächste hübsche Frau, um das ganze aus dem Kopf zu werfen und sein Selbstbewusstsein wieder aufzupeppeln.
Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Das Gefühl auf Wolke 7 zu schweben, dabei über eine Blümchenwiese zu hopsen und zu Strahlen wie ein Honigkuchenpferd, kann dir eben nur die Liebe geben. Klar tut sie manchmal weh, aber irgendwann wird alles wieder gut und die Liebe zeigt sich wieder von ihrer besseren Seite. Versprochen.

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