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Fake-Registrierungen verantwortlich für Diebstahl und Vandalismus bei meinRad

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„Sorry, kennen wir uns“, so wirbt die städtische ESWE-Vekehr für ihr neues Wiesbadener Fahrradverleihsystem. Doch leid tat es den Dieben, die rund ein Fünftel der sich im Einsatz befindenden Leihräder entwendete, bestimmt nicht.

Auch wenn die neuen Leihräder in Wiesbaden gut angenommen werden, so hat das Leihsystem seit seiner Einführung mit Vandalismus und Diebstahl zu kämpfen. Rund 100 Leihräder wurden seit dem Start entwendet und beschädigt. „Schuld sind Fake-Registrierungen“, bedauert Lisa Uphoff, Pressesprecherin bei ESWE-Verkehr. Diese hätten Diebstahl und Vandalismus erst möglich gemacht. Dank der Wiesbadener Polizei sowie aufmerksamen meinRad-Nutzern sei der Großteil der Räder aber bereits wieder da, so Uphoff. Nur von 25 Rädern fehle noch immer jede Spur. Besonders von Vandalismus betroffen war zur Rheingauer Weinwoche die Fahrradstation am Dernschen Gelände. Hierbei handelte es sich beispielsweise um durchgeschnittene Reifen, abgebrochenen Lenker, kaputte Lampen und defekte Schlösser. Da ein Fahrrad nach Aussage von Lisa Uphoff rund 1.200 Euro Wert ist, beläuft sich der derzeitige Schaden durch Diebstahl somit auf rund 30.000 Euro. „Die Kosten werden aber nicht auf die Kunden abgewälzt“, versichert Uphoff.

Neues Registrierungssystem soll vor Missbrauch schützen

Ein ausgereifteres Registrierungssystem, soll künftig vor Missbrauch schützen: „Neue Kunden müssen sich jetzt in der Mobilitätszentrale im Luisenforum mit einem Lichtbildausweis legitimieren, beispielsweise mit einem Personal- oder Studentenausweis, einer Krankenkassenkarte, einer EC- oder Kreditkarte. So werde es auch in Mainz bereits praktiziert. Zudem seien alle rund 8.000 meinRad-Accounts überprüft und Fake-Accounts eliminiert wurden. Lisa Uphoff ist sich sicher: „Der Großteil unserer Kunden geht pfleglich mit den Rädern um.“ Viele nutzten auch eigene Schlösser, um die Räder beim Zwischenparken zu sichern. „Das neue System wird den Missbrauch künftig eindämmen“, glaubt sie und fügt hinzu: „Passieren kann immer etwas. Das ist der ganz normale Wahnsinn auf den Straßen und im Leben.“ Ein Bestücken der Fahrräder mit Tracking-IDs, um das Rad im Ernstfall zu lokalisieren, sei aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machbar. „Das Rad kann nur vor dem Ausleihen getrackt werden, oder sobald es zurückgegeben wurde. Während der Nutzung, findet kein Tracking statt“, so Uphoff. Wann das Mainzer Radsystem mit dem Wiesbadener System zusammengeschaltet werde, stehe noch nicht abschließend fest.

Öffnungszeiten der Mobilitätszentrale im Luisenforum, Dotzheimer Straße 6-8, Ecke Schwalbacher Straße: Mo und Di: von 8-18 Uhr, Mi von 8-20 Uhr, Do und Fr von 8-18 Uhr sowie Sa von 10-14 Uhr. Wer ein beschädigtes Rad entdeckt, kann es entweder über die meinRad-App unter Störung oder bei der ESWE-Verkehr Servicehotline 0611/45022450 melden. Hinweise zu gestohlenen Rädern können entweder bei ESWE-Verkehr oder bei der örtlichen Polizeidienststelle gemeldet werden.

 

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