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Einfach machen – Gründen als geniale Karriereoption

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Der beliebteste Eisladen in Mainz, eine in den großen Drogeriemärkten gelistete Naturkosmetikserie oder sogar das mittlerweile größte nicht börsennotierte biopharmazeutische Unternehmen Europas – all dies sind erfolgreiche Mainzer Gründungsprojekte.

von Rosanna Götz, Career Service der JGU

Spätestens seit Fernsehshows wie „Die Höhle der Löwen“ können kreative Jungunternehmer und der Erfolg ihrer innovativen Gründungsideen hautnah begleitet werden.
Wer sich an der JGU für eine Unternehmensgründung interessiert oder eine vielversprechende Produktidee realisieren möchte, kann im Rahmen der Herbstuniversität Workshops zur Existenzgründung besuchen. Dr. Anouschka Strang, selbst Gründerin, leitet einen dieser Workshops und verrät hier, worauf Studierende achten sollten:

Kompetenzen und Motivation

Studierende, die über eine freiberufliche Tätigkeit nachdenken, sollten sich bezüglich ihrer individuellen Kompetenzen und Motivationsfaktoren bewusst sein: Was kann ich besonders gut? Welche Kompetenzen, die ich habe, hat jemand anderes in dieser Kombination nicht? Welche Tätigkeiten, Inhalte oder Situationen motivieren mich so stark, dass ich sie gar nicht direkt als „Arbeit“ wahrnehme?

Eine Existenzgründung sollte in der Summe eher Energien freisetzen als abziehen. Ferner sind Mut (auch zur Spezialisierung), betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder die Bereitschaft, sich diese anzueignen sowie ein gutes Händchen für die Kaltakquise, also die Vermarktung eigener Produkte und Dienstleistungen an potenzielle Auftraggeber Grundbedingungen für eine erfolgreiche Existenzgründung. Nicht zuletzt sollten sich zukünftige Freiberufler fragen, ob sie mit schwankenden Einkünften konstruktiv umzugehen bereit sind.

Vorbereitung und Planung

Das Studium kann einerseits die Zeit der Ideensammlung und -präzisierung aber auch der Nutzung von Expertenwissen zum klugen Ausbau der Geschäftsidee bieten. Weiterhin können erste eigene Produkte nebenberuflich erprobt und damit wichtige Erfahrungen z.B. hinsichtlich der eigenen Akquisekompetenz sowie der Zahlungsbereitschaft für die angebotenen Leistungen gesammelt werden. Wesentliche Punkte können in der Zeit bereits in einem Businessplan strukturiert aufbereitet werden. Indem die Ideen hier schriftlich zusammengefasst werden, können sie gut präzisiert und auch im Rahmen externer Beratung konkret geprüft werden.

Geisteswissenschaftler als Gründer

Geisteswissenschaftler*innen stellen einen großen Anteil in der Freiberuflichkeit dar. Zum einen liegt hier die Idee der beruflichen Selbständigkeit aufgrund der Arbeitsmarktsituation wie auch der vergleichsweise geringen Investitionskosten oft näher als z.B. im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Zum anderen bringen Absolvent*innen der Geisteswissenschaften neben fachlichem Know-how häufig wichtige Kompetenzen mit, die für eine erfolgreiche Freiberuflichkeit nutzbar sind: Informationsakquise, Eloquenz, Kreativität, Sprachkompetenz, eine breit gefächerte Allgemeinbildung, interkulturelle Kompetenz und mehr.

Unterstützung durch die Hochschulen

Hochschulen können Existenzgründungen fördern, indem Informationen zur Freiberuflichkeit, zu Beratungsreihen bei der IHK, der Arbeitsagentur oder Wirtschaftsförderung der Stadt bereitgestellt werden. Wichtig ist an dieser Stelle insbesondere auf die kostenfreien Angebote hinzuweisen, die meist vollkommen ausreichend sind. Über Zugänge zu einschlägigen Stiftungen und Stipendien wie z.B. das EXIST-Gründerstipendium sollten Informationen bereitliegen. Inhouse-Seminare, ggf. auch gezielte Coaching-Einheiten sowie Monitoring-Veranstaltungen können (potenziellen) Existenzgründer*innen eine sehr nachhaltige weitere Unterstützung bieten.

 

Zur Person:
Dr. Anouschka Strang gründete aus einer unbefristeten Vollzeit-Anstellung heraus ihre eigene berufliche Existenz, das Unternehmen Promotion + Erfolg (www.promotionserfolg.de). Freiberuflich Existenzgründenden sowie Promovierenden bietet sie Seminare und Coaching an. Im Kern ihrer Tätigkeit steht die Überzeugung, dass stimmige Ziele Energiereserven mobilisieren und damit selbst die höchsten Ziele erreicht werden können.

Plätze für die die Workshops „Freiberufsentdecker® – Existenzgründung für Geisteswissenschaftler*innen“ sowie „Unternehmensgründung als Karrierealternative“ im Rahmen der Herbstuniversität 2019 des Career Service können noch über die Restplatzbörse (www.career.uni-mainz.de/restplatzboerse) ergattert werden.

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