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Fit und gesund durch Powerwalking

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Auch wenn Powerwalking nicht unbedingt sexy ausschaut: Mit dem gelenkschonenden Ganzkörpertraining kann man viel für die eigene Gesundheit und Fitness tun.

Von Inken Paletta

In Frankreich oder Neuseeland liegt Powerwalking längst im Trend. „In Deutschland ist die Sportart noch recht unbekannt. Oft wird Walking automatisch mit Nordic Walking gleichgesetzt. Nordic Walking liegt aber eine andere Technik zugrunde und aufgrund falscher Ausführung wird Nordic Walking auch oft nicht als Sport ernst genommen.“, erzählt Powerwalking-Trainer Holger Pitsch aus Dienheim in Rheinhessen. Zum Powerwalking kam der Elektroingenieur, der lange Zeit im Management eines internationalen Unternehmens arbeitete, zufällig. „Als Ausgleich zum Job habe ich damals mit dem Joggen angefangen.“ Eine Arthrose im Knie und ein Bandscheibenvorfall zwangen ihn letztendlich dazu, auf das gelenkschonendere Powerwalking umzusteigen. „Im Powerwalking konnte ich auch recht schnell ohne großen Trainingsaufwand erfolgreich an Wettbewerben wie dem Wormser Nibelungenlauf teilnehmen.“ Nach einer Krebserkrankung und einem Burnout, entschied sich Pitsch seinen Managementposten an den Nagel zu hängen. Das Powerwalking half ihm, seine körperliche und mentale Gesundheit wiederherzustellen und seine Fitness zu verbessern. Sich als Powerwalking-Trainer selbstständig zu machen, war die logische Konsequenz: „Ich wollte meine positiven Erfahrungen mit Powerwalking an andere Menschen weitergeben und sie für diese gelenkschonende und doch herausfordernde Sportart begeistern.“ Seitdem bietet er im Rhein-Main-Gebiet, auch in Wiesbaden und Mainz, Powerwalking-Einsteigerkurse sowie Einzel- und Gruppentraining an, darunter auch ein Angebot zur Stressreduktion für Geschäftsleute.

Die richtige Technik ist entscheidend
Grundsätzlich ist es wichtig, sich vor dem Powerwalking aufzuwärmen. „Beim Powerwalking kommt es wie beim Joggen auf die richtige Lauftechnik an. Nur dann ist es für den Körper gesund“, erklärt Pitsch und ergänzt: „Mit schnellem Gehen oder Wandern hat Powerwalking übrigens überhaupt nichts zu tun.“ Durch die erhöhte Schrittfrequenz und einen kraftvollen Einsatz von Armen und Beinen bei aufrechter Körperhaltung komme man ruckzuck ins Schwitzen. Je nach Trainingszustand und Ambition können Powerwalker Geschwindigkeiten von sechs bis neun Kilometern pro Stunde erreichen. Wichtig ist, die Arme im 90-Gradwinkel in einer fließenden Bewegung an die Schritte anzupassen. Ein Fuß hat beim Powerwalking immer Bodenkontakt: „Du setzt zunächst die Ferse auf und rollst dann kraftvoll über den ganzen Fuß bis zum großen Zeh ab.“ Powerwalking ist gelenkschonender, weil durch die fehlende Flugphase eine deutlich geringere Kraft beim Auftreten auf Bänder, Sehnen und Gelenke einwirkt.

Powerwalking kennt kein Alter
Ob jung oder alt: Jeder kann powerwalken, sofern nicht gesundheitliche Gründe dagegensprechen: „Vor Trainingsbeginn sollte man sich wie bei jeder Sportart bei seinem Hausarzt durchchecken lassen“, rät Pitsch. Der Vorteil von Powerwalking liegt auf der Hand: „Bei richtiger Ausübung ist Powerwalking ein sehr effizientes Ausdauertraining, das den ganzen Körper trainiert und einen guten Ausgleich zu sitzenden Tätigkeiten oder Arbeiten mit einseitiger Belastung bietet“, erklärt Holger Pitsch, der in seine Powerwalking-Kurse auch ergänzende Kraft- und Fitnessübungen zum Muskelaufbau integriert. In Verbindung mit einer gesunden Ernährung unterstützt Powerwalking auch das Abnehmen. „Die intensive Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei und fördert den Stressabbau. Praktisch ist zudem: Du brauchst zum Powerwalking keine besondere Ausrüstung. Ein Paar gute Laufschuhe und atmungsaktive Sportklamotten und schon kann es losgehen“, so Pitsch. Zu empfehlen sei für die Auswahl des richtigen Schuhwerks aber eine Laufanalyse in einem Sportschuhfachgeschäft. „Mit einer Pulsuhr mit integriertem Kilometerzähler fürs Handgelenk oder einer App mit Brustgurt kannst du deine Herzfrequenz und deinen Trainingsfortschritt überwachen und weißt so immer genau, ob sich dein Puls beim Training in dem für dich gesunden Bereich bewegt.“ Warum Powerwalking als Sportart noch immer belächelt wird, kann Holger Pitsch nicht nachvollziehen. „Denn mit Powerwalking kannst du bei richtiger Technik gute Erfolge für Gesundheit und Fitness erzielen und das mit Spaß und moderatem Zeitaufwand, entweder alleine, mit Trainer oder auch in der Gruppe.“

Anmeldung und beratung
PitschWalk – Powerwalking RheinMain
info@pitschwalk.de
pitschwalk.de

Bild: Inken Paletta

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