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TEAM – Toll ein anderer macht‘s

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Damit die Arbeit in Gruppen nicht zur Belastungsprobe wird, gibt es ein Modell und einen Selbsttest für harmonische Projekte.

von Nadine Tannreuther

Gruppen- oder Teamarbeit – wer kennt es nicht – man kommt in einer neuen Konstellation zum Semesterbeginn zusammen, kennt sich kaum und hat unterschiedliche Interessen, Verpflichtungen oder Arbeitsweisen. Verschiedene Mitglieder bringen sich dabei unterschiedlich ein und agieren mit diversen Charakterzügen. Erste Unstimmigkeiten sind vorprogrammiert. Spätestens wenn das Ende des Semesters oder die Projektabgabe ansteht, kann es brenzlig werden unter den Mitgliedern.
Vorbeugend davor schützt, sich die eigene Persönlichkeit sowie die des Gegenübers bewusst zu machen. Mit einem Test nach dem DISG-Modell geht das in zehn Minuten.

DISG Persönlichkeitsprofil
Das DISG-Modell agiert als Einschätzung von Persönlichkeiten. Die Abkürzung DISG steht dabei für die vier Grundverhaltenstendenzen: „D“ wie dominant, „I“ wie initiativ, „S“ wie stetig und „G“ wie gewissenhaft.
Sönke Sievers aus Wiesbaden ist Consultant, Business-Coach und Wirtschafts-Mediator. Er arbeitet seit vielen Jahren mit diesem Modell. „Herr Sievers, diesen Bravo-Test können sie sich sparen“, entgegnete ihm ein Servicemitarbeiter während eines internen Trainings. Der Business-Coach fragte ihn vor der Gruppe, was er damit meine. „Ja, mal ganz ehrlich, wer würde denn freiwillig „Ich bin hartnäckig.“ ankreuzen?“ Diese Frage gab er an die Gruppe weiter.
„Wir Menschen sind auf der einen Art einzigartig. Unsere Verhaltensweisen, Überzeugungen, Motive, Werte, Denkstile, Fähigkeiten und Talente unterscheiden sich. Die Gesamtheit dieser Einzigartigkeiten wird in der Psychologie als Persönlichkeit bezeichnet.“ Sich selbst kennenzulernen ist nicht schwer – wenn man will. Sönke Sievers erklärt, dass wir dabei oft schnell glauben, die Wahrheit für uns gepachtet zu haben. Es gibt daher nicht die eine Wahrheit oder Perspektive. „Jedoch um in einem Team die unterschiedlichen Typen, wie zum Beispiel den Macher, den Motivator, den Harmonisierer oder den Perfektionisten, konstruktiv miteinander agieren zu lassen, heißt es erst einmal anzuerkennen: Du und ich, wir sind verschieden.“
Diese Bereitschaft, die eigenen Stärken und Schwächen zu erforschen und im Team gemeinsamen zu reflektieren, schafft Vertrauen und somit ein konstruktives prosoziales Miteinander. „Für diese Selbstwahrnehmung und soziale Regulierung im Team ist das DISG-Modell ein einfaches, schnell vermitteltes Modell, jedoch kein Bravo-Test. Aus der Gruppe kam von den Machern ein klares Feedback: Ich bin hartnäckig. Die Diskussion und Einschätzung zur Selbstwahrnehmung und Selbstregulierung begann. Das war der Sinn der Übung und für das Team die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander“, beschreibt Sönke Sievers.

Fragebogen
Das kleine Modell beinhaltet Fragen zur Selbsteinschätzung, indem Begriffe von der Reihenfolge 1-4 innerhalb einer Wortgruppe mit jeweils vier Wörtern bewertet werden. Das Wort, welches einem persönlich am ehesten entspricht, erhält vier Punkte, das am wenigsten zutreffende einen Punkt. Drei Punkte werden an das zweibeste Wort vergeben und zwei Punkte mit dem am zweitwenigsten zutreffenden Begriff versehen. Das gesamte Blatt wird so nach diesem Punktesystem ausgefüllt.
Wichtig: Bevor Du den Test ausfüllst, denke Dich in eine bestimmte Gruppenarbeit oder ein berufliches Umfeld hinein.

Lösungsbogen
Schau nun auf der folgenden Tabelle nach, welche Persönlichkeitsstruktur dem jeweiligen Begriff zugeordnet ist. Addiere die Punkte für alle vier Buchstaben. Der Buchstabe mit der höchsten Punktzahl repräsentiert Dein am Stärksten ausgeprägtes Verhalten. Die Summen der anderen Buchstaben zeigt Deine Verhaltenstendenzen in den anderen drei DISG-Bereichen. Sei Dir sicher, dass du Merkmale von allen Verhaltenstendenzen besitzt.

Zum Test und Lösungsbogen geht es hier: https://turnus-media-verlag.de/stuz/2021/aug21/#page=17

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