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Gesellschaft

Mutti geht, das Nest bleibt?

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von Princesha Salihi

Auf die Frage, was sie nach ihrer Kanzlerinnenschaft mache, sagte Angela Merkel bei ihrer Ehrendoktorverleihung der Johns Hopkins Universität in Baltimore, dass sie nachdenken und lesen wolle. „Dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, und dann werde ich ein bisschen schlafen.“ „Aber Mutti! Du hast doch die letzten 16 Jahre schon geschlafen.“, möchte man ihr zurufen. Oder weniger populistisch: Unter Merkels Regentschaft wurde einiges verpennt. Der Klimakrise rannte man sehenden Auges entgegen und jetzt umarmt Markus Söder pressewirksam Bäume. W-Lan-Router in Studentenwohnheimen heißen dank Merkel „Neuland“ und leider meinte sie es ernst. Aber hey! 5,4 Prozent Glasfaseranschlüsse sind schon mal auf der Habenseite. Wenn TikTok ein Rentenvorsoge-Feature für Millennials einführt, sollte wenigstens das gelöst sein.
Eine große Innovatorin war Merkel nie. Unsere Krisenkanzlerin ist eben eine richtige Kompromiss-Queen. Ganz enttäuscht hat Angela Merkel die jungen Generationen aber nicht. Wir haben gesagt „Merkel mach Shisha auf!“ und Merkel hat Shisha aufgemacht. Danke Merkel.
Wenn Kinder flügge werden, sind Eltern nicht selten vom Empty-Nest-Syndrom geplagt. In diesem Fall dreht sich der Spieß. Mutti geht, das Nest bleibt? Olaf Scholz hat nicht mal einen Zug, den er entgleisen könnte. Annalena Baerbock hat Glück, dass es Greta Thunberg gibt. Und Laschet? Naja, #lassetLaschet. Dieses, unser Nest, es braucht viel Panzertape.

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