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Was früher normal war, ist zu einer absurden Vorstellung geworden – Studierende im Hörsaal. Das Wintersemester 2021/2022 startet an den Hochschulen in Mainz und Wiesbaden endlich wieder mit Präsenzveranstaltungen. Aus den drei digitalen Semestern können sie einiges an Erfahrungen mitnehmen.

von Julia Tischbirek

Johannes Gutenberg-Universität, Mainz
Lehrveranstaltungen zu 90% in Präsenz – das kündigt die Johannes Gutenberg-Universität für das Wintersemester 2021/2022 an, das am 18. Oktober startet.
Wie der Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Stepan Jolie betont, soll der Campus wieder zu einem Ort der Begegnung und des gemeinsamen Forschens und Lernens werden. Auch könne man aus den nun schon drei überwiegend digitalen Semestern viele neue Erfahrungen für das kommende Wintersemester mitnehmen und somit die Lehre in ihren Möglichkeiten breiter aufstellen.
Konkret heißt das: Lehrveranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmer*innen werden in Präsenz stattfinden können. Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern bleiben hingegen digital. Eine Ausnahme bilden die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, hier ist auch eine größere Hörerschaft zugelassen.
Die 3G-Regel gilt dabei nicht bloß in der Gastronomie, sondern auch in Studium und Lehre. So ist die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, aber auch die Nutzung der studentischen Arbeitsplätze nur für nachweislich geimpfte, genesene oder getestete Gäste möglich. Das gilt auch für die Serviceeinrichtungen und Mensen. Eine Maskenpflicht ist trotzdem in allen Gebäuden erforderlich, den Besuch einer Lehrveranstaltung eingeschlossen.
Außerdem ist der Campus an den Eingängen der Räume mit QR-Codes ausgestattet, sodass sich die Studierenden über die App der Johannes Gutenberg-Universität in die Räume einbuchen müssen, die sie betreten. Dadurch soll eine lückenlose Kontaktnachverfolgung ermöglicht werden. Zudem ist auf Grund der immer noch digitalen Anteile des Lehrangebots eine Aufstockung der studentischen Arbeitsplätze geplant. Ungenutzte Hörsäle oder eine Erweiterung der Bibliotheksarbeitsplätze sind hierfür eine Option.
Auch der allgemeine Hochschulsport greift überwiegend wieder auf Präsenzkurse zurück, doch werden viele der Sportangeboten nach Möglichkeit draußen stattfinden.

Hochschule Mainz
Ganz ähnlich sieht es auch an der Hochschule Mainz aus, wo das Wintersemester 2021/2022 bereits im September gestartet ist. Ziel der Hochschule ist es dabei, die positiven Erfahrungen aus der digitalen Lehre mit den Vorzügen der Präsenzveranstaltungen zu verbinden. Inwiefern Veranstaltungen in Präsenz, hybrid oder online stattfinden, ist stark vom Fachbereich und deren fachspezifischen Anforderungen abhängig. Auch gilt: Wie an der Johannes Gutenberg-Universität liegt die Obergrenze von 100 Teilnehmer*innen pro Lehrveranstaltung, wobei sich die zugelassene Besucherzahl natürlich individuell nach der Raumgröße richten muss.
Weiter ist der Präsenzunterricht auch hier an die 3-G-Regel und an eine Maskenpflicht gekoppelt. Zur Kontaktnachverfolgung werden digital die App UniNow oder bei Bedarf Papierlisten genutzt. Zudem sollen mehr Arbeitsplätze in der Bibliothek zur Verfügung gestellt werden und man kann sich auf die voraussichtliche Öffnung der Mensen auf dem Campus und in der Holzstraße am 4. Oktober freuen.

Hochschule RheinMain
Auch in Hessen beginnt im Oktober das Wintersemester endlich wieder mit Präsenzveranstaltungen. Diese möchte die Hochschule RheinMain insbesondere für alle Erstsemestler*innen ermöglichen. Ein flächendeckendes digitales Angebot wird es daher nicht mehr geben, wobei die konkrete Planung den Fachbereichen überlassen wird. Auch muss bei der möglichen Teilnehmerzahl der Veranstaltungen die jeweilige Raumgröße mitberücksichtigt werden. Um die Priorität des sicheren Studierens zu wahren, gilt an der Hochschule die 3G-Regel. Außerdem ist das Einhalten der Abstandsregelung und das Tragen einer medizinischen Maske bis zum Einnehmen der Sitzplätze verpflichtend. Mit der Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen entfällt allerdings die Kontaktnachverfolgung an den Hochschulen. Seit Anfang September haben auch die Mensa accent auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring und die Mensa auf dem Campus Rüsselsheim wieder die Türen für hungrige Studierende geöffnet.

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