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Wiesbaden

Wahrheit ist Licht

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Graffiti als Form der Kunst für den Frieden. Beim diesjährigen Meeting Of Styles, stehen Krieg und Frieden im Mittelpunkt. Weit über 100 internationale Künstler sprechen nicht nur in eindrucksvollen Bildern.

von Nadine Tannreuther

Back to the roots: Das größte Graffiti Festival der Welt findet wieder für die Öffentlichkeit statt. „Meeting Of Styles“ (MOS) heißt es dann vom 16. bis zum 19. Juni am Brückenkopf in Mainz-Kastel, wenn eines der vielen „Mural-Art- Festivals Around The Globe“ wieder Halt in Wiesbaden macht.

Wahrheit, Propaganda, Lüge: Wie damit umgehen, oder dem entgehen? „Truth is light“ überstrahlt als Slogan die international renommierte Veranstaltung. Farben, Formen, Gesichter und Worte werden das an den künstlerisch gestalteten Wänden widerspiegeln. So überschreiben auch die Veranstalter das diesjährige MOS mit einem Zitat des britischen Schriftstellers Samuel Johnson aus dem 18. Jahrhundert: „Zu den Unglücksfällen des Krieges kann die Verminderung der Wahrheit gezählt werden, durch die Unwahrheiten, die das Interesse diktiert und Leichtgläubigkeit ermutigt werden.“

Essen, Trinken, Party & Musik

Über das gesamte Wochenende hinweg gestalten über 130 Künstler:innen aus fast 30 Ländern rund 4000 Quadratmeter Wandfläche. Abgerundet wird das Festival mit einem Rahmenprogramm bestehend aus Live-Graffiti, Graffiti- Battle, DJing, Rap-, Breakdance-, und Skate-Sessions. Dazu natürlich auch eine Opening- und Main-Party und Grillstand, Bar und Stände fehlen auch nicht. Neben Essen aus Eritrea verwöhnt der bekannte Reduit-Grill mit Bar und zahlreiche Sitzgelegenheiten sowie ein Dosen- und T-Shirt-Stand, an dem auch Kunstwerke der vielen Künstler:innen erworben werden können. Über Rap-Musik dürfen wir uns zudem in diesem Jahr beispielsweise von Manew aus Wiesbaden und Pseudo Slang aus Chicago freuen. Und noch viel besser: Mit Ausnahme der Partys wird das gesamte Programm mit freiem Eintritt geboten.

Künstler:innen aus aller Welt

Eine bunte Vielfalt kommt ohne Vorurteile für die Graffiti-Kunst zusammen: Anthony Brooks (Serbia), Neo Mousty, Raphe, Rebeb, Dirty Six, Tierra Sin Frontera (France), Rudi, Step, Taus (Spain), Mario Jin, Mate1 (Italy), Tyynismaa (Finland), Elevenade (Russia), Eray (Saudi-Arabia), Drake Top2 (South Africa), Krypt One, NME, ELMAC (India), EXLD (Philippines), Mauy (Thailand), Oliver (Indonesia), EDMX, Seth Dazrua, Zion (Brazil), elReina (Uruguay), HXCrew, Kober, Yockas, Tomer Linaje, Anger, Sixe (Mexico), Jams, Pac Dunga (Colombia), Shokolei (Chile), Ninehouse Productions (Canada), STK-Crew (USA), Frost, Zomb & Skem 6950, Coky One, Sack, Segen und Fluch (Germany). Nice!

Special: Female Wall

Natürlich dürfen auch die Mädels an den Wänden nicht fehlen: Anna Conda (France), Stine (Denmark), Viv Magia (Finland), Dizy (India), Hidra, María Die (Spain), Branda (Colombia), Jas, Suburban Warrior (USA), Waris (Thailand) und Honey (Germany) zeigen, dass die Graffiti- Szene nicht nur aus dem männlichen Geschlecht besteht. Von Jahr zu Jahr steigt die Teilnahme weiblicher Graffiti Künstlerinnen, weshalb es das erste Mal eine „Female Wall“ gibt. Aber auch allgemein steigt das Interesse am Festival, das es nun seit 1997 gibt. 2002 begann das Meeting Of Styles über die Grenzen der Bundesrepublik hinauszuwachsen und fand erstmalig in mehreren Ländern Europas statt. Im Folgejahr verließ das „Meeting“ dann den Kontinent nach Nord-, Latein-, und Südamerika, ganz Europa, Russland bis Asien.

Where is the next stop? Have a look on the webpage meetingofstyles.com

Fotos: Nadine Tannreuther

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