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Kultur

Theaterfestivals

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Nicht nur, dass die neue Spielzeit startet – hinzu kommen im September gleich drei Theaterfestivals. Vom Kindergartenkind bis zum Greis kann sich jeder seine satte Dosis Bühnenkunst genehmigen.

von Maurice Göbel und Martin Schwarz

Nur Tourette,

Grenzenlos Kultur
Das 21. Theaterfestival Grenzenlos Kultur im Staatstheater Mainz zeigt ab dem 12. September inklusive Bühnenstücke, so bunt und vielseitig wie ihre Akteure und das Leben. Unter der Leitfrage, was „Heimat(en)“ für uns heute bedeuten – auch und gerade für Menschen mit Behinderung – bringt das Festival 15 Programmhighlights auf die Bühnen des Mainzer Staatstheaters. Den Beginn des Programms markiert „Chinchilla Arschloch, waswas“ eine Darbietung des Theaterkollektivs Rimini Protokoll. Unter dem Ausruf: „Keine Absicht – nur Tourette“, testen die selbst von Tourette-Betroffenen Protagonisten Christian Hempel, Benjamin Jürgens und Bijan Kaffenberger das Publikum mit der Frage, wie viel Absichtslosigkeit in ihrem Programm, es aushält. In „Dis merci“, einer Produktion der kanadischen Gruppe Joe Jack et John, treffen am 13.9. Willkommenskultur und deutsche Spießbürgerlichkeit gepaart kleinbürgerlichem Neid aufeinander. Garantiert ist ein unterhaltsames Erleben deutscher Doppelmoral. Queen B ist das Vorbild von Stephanie van Batum und Stacyian Jackson. Sie zeigen dem anwesenden Publikum am 14.9. gerne, was sie tun müssen, um auch so fiercely independent und stark zu sein wie ihr Vorbild Beyoncé. Alltäglicher Rassismus und das Gefühl, nie dazu zugehören: Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah geben Perspektiven auf das Leben als Mensch mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft wieder. Der Sammelband Eure Heimat ist unser Albtraum ist am 14.9. zu sehen. Infos zu allen Stücken: grenzenlos-kultur.de (mgö)

die Kuh Lieslotte,

27. Mainzer Kindertheaterfestival

Kinder träumen, lachen und staunen – das Kindertheaterfestival in Mainz steigt wieder. Zum 27. Mal lädt das Festival die ganz Kleinen ein, im September und Oktober die große Welt des Theaters zu erfahren. Highlights des Festivals sind unter anderem folgende Programmpunkte: Das „Friedensfest mit Kinderkonzert“ von Robert Metcalf eröffnet am 1.9. die Programmreihe im Innenhof der Reduit. Epizentrum des familienfreundlichen Spektakels sind wieder die Mainzer Kammerspiele. Das üppige Programm bietet Klassiker wie „Des Kaisers neue Kleider“, „Der kleine Prinz“ oder „Hans im Glück“, daneben die „Kuh Lieselotte“ oder „Frau Meier, die Amsel“, alles Stücke für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Doch es gibt auch Programm für ab 12-Jährige: Das Musical „Schwestern im Geiste“, eine Produktion der Mainzer Musicalacademy Dance and arts. Sogar politisch wird es, wenn mit „Welcome … aber“ eine Inszenierung zum Thema Integration und Deutschland als neue Heimat zeigt. Weitere Spielorte sind das KUZ, das Haus der Jugend und der Frankfurter Hof. Das gesamte Programm mit weiteren spannenden Aufführungen findet sich unter jugend-in-mainz.de

gegen die Liebe

Made.Festival


Das Made.Festival ist dieses Jahr auch in Wiesbaden vertreten. In der Halle des Schlachthofs werden drei besondere Produktionen der freien Szene Hessens zu sehen sein. Den Anfang macht das Aktionstheater Kassel mit „Gegen den Fortschritt, gegen die Liebe, gegen die Demokratie“ (12.9.). Die „Gegen-Trilogie“ wurde vom katalanischen Autor Esteve Soler geschrieben und erinnert an das absurde Theater Ionescos. Das offene Kollektiv ScriptedReality behandelt in „Residence Evil“ (13.9.) die Sehnsucht der Menschen nach Konservatismus und Vergangenheit. Dabei wird die Residenz von den Künstlern als Ort des Übels erkannt und zerlegt. Bei „Read to me“ (14.9.) handelt es sich um eine Tanztheaterinszenierung, in der Katerina Vlasova und Amadeus Pawlica die emotionale Geschichte von zwei verschiedenartigen Menschen erzählen.

 

 

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