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Von leichter Beute und schweren Jungs, oft nicht witzig und häufig zum Schießen: Wir präsentieren die Top-Verbrechen aus dem STUZ-Gebiet.

Es gibt diese Dinge, die sind nicht einfach zu haben. Die Chance etwa, von einem Blitz getroffen zu werden oder im Lotto zu gewinnen sind minimal. Das gilt wohl auch für das zweifelhafte Glück, bei einem gewöhnlichen Auffahrunfall ein 200.000 Euro teures Feinstaubmessgerät zu treffen und zu zerstören. Einer 29-Jährigen ist dies in Ginsheim-Gustavsburg gelungen – wir gratulieren.

Beglückwünschen möchten wir auch die Rüsselsheimer Besitzerin des Kätzchens Nala. Denn das laut maunzende Tier riss sein Frauchen in den Morgenstunden aus dem Schlaf. Als die Geweckte nach dem Rechten sehen wollte, erkannte sie gerade noch, wie ein Einbrecher aus ihrer Wohnung hastete. „Dank der aufmerksamen Katze, die schlussendlich für die überhastete Flucht des Mannes sorgte, wurde nichts entwendet.“ Miau.

„Dank der aufmerksamen Katze wurde nichts entwendet.“

Gute Katze, böse Hunde: Während in Rüsselsheim Nala Einbrecher vertrieb, sorgten in Mainz-Mombach zwei entlaufene Schäfer-hunde für Panik in der Bevölkerung. Ersten Angaben zufolge hätten die marodierenden Tiere auch Leute gebissen, allerdings waren das wohl nur alternative Fakten, wenngleich Personen unter Schock standen und vom Rettungsdienst versorgt werden mussten. Letztlich konnten die Cops beide Hunde einfangen und dem Ordnungsamt übergeben, das sich nun weiter um den Sachverhalt kümmert.

Dann noch eine Holländerin, die einen Vogel hat. Haha. Wie kommt es zu dem gähnend dämlichen Wortspiel? Es begab sich auf der Autobahn A3. Hier meldeten Verkehrsteilnehmer zahlreiche Tiere im Fahrbahnbereich, darunter auch Greifvögel. Einen verletzten solchen rettete eine mutige Niederländerin und brachte ihn zur Autobahnpolizei. „Dort angekommen, wurden sodann Feuerwehr-Tierrettung und Greifvogel zusammengeführt.“ Der Vogelretterin wurde ein Dank ausgesprochen.

„Dort angekommen, wurden sodann Feuerwehr-Tierrettung und Greifvogel zusammengeführt.“

Nicht so nett wie die vogelrettende Holländerin verhielten sich die Unbekannten, die in Trebur in ein Fischgeschäft einstiegen – dort allerdings keinen Fisch mitgehen ließen, sondern eine Geldkassette. In Groß-Gerau stiegen Kriminelle in einen Imbiss ein und bereiteten sich Pommes zu, ehe sie Geld und Getränke einpackten und verschwanden. Kalorienärmer, dafür umso schwerer hatten es Diebe im rheinhessischen Lörzweiler, die eine 500 Kilo schwere Rüttelplatte entwendeten. In einem Mainzer Club versuchte ein Gast, eine Flasche Sirup und einen Shaker zu klauen. „Beim Eintreffen der Polizei zeigte er Reue und entschuldigte sich beim Geschäftsführer und den Türstehern.“ Ein Hausverbot gab’s trotzdem.

Wer stiehlt, sollte nüchtern sein. In Mainz schnappten ein Ladendetektiv und die Cops einen Ladendieb und seine Begleiterin. Der Schurke hatte seine alte Hose aus- und eine neue angezogen und war gegangen, ohne das Beinkleid zu bezahlen. Bei der Durchsuchung des Pärchens fanden die Polizisten noch ein Pfefferspray sowie eine echte Polizei-Wollmütze. Auf dem Revier wurde ein Promilletest durchgeführt, der 2,27 beim Mann und 2,71 bei der Frau ergab. Damit belegt das Pärchen Platz zwei und drei in unserem Promilleranking. Gold geht in dieser Ausgabe nach Wiesbaden: Ein 36-Jähriger aus dem Nizza des Nordens sorgte in Bauschheim für einigen Aufruhr, als er diverse Male in den Gegenverkehr fuhr und mehrere Autos mit seinem Wagen touchierte. 3,11 Promille brachte er aufs Messgerät.

Tatort Kelsterbach, filmreife Sache: In einem Gästesafe fand eine Reinemachefrau ein Päckchen. Angestellten des Hotels fiel der „kristalline Inhalt“ auf, die Polizei wurde gerufen. Die Beamten stellten fest, dass es sich bei dem Fund etwa ein Kilogramm Crystal Meth handelte. Straßenverkaufswert: rund 100.000 Euro. „Der in dem Zimmer logierende Hotelgast hatte bereits ausgecheckt und das Päckchen offenbar im Tresor vergessen.“ Shit happens.

„Beim Eintreffen der Polizei zeigte er Reue und entschuldigte sich beim Geschäftsführer und den Türstehern.“

Alle schimpfen immer auf Paketdienste wegen Lieferungen. Die Polizei moniert hingegen einen Paketboten, der etwas eingepackt hat, nämlich ein Fahrrad: „Der Mann (ein Zeuge, die Red.) hatte gesehen, wie der Fahrer eines Paketzustelldienstes ein grünes Fahrrad in sein Fahrzeug lud, das zuvor an einem Fahrradständer angeschlossen war.“ Der Zusteller wurde kontrolliert und behauptete, das Fahrrad gehöre seiner Frau. Im Telefonat der Polizei mit der Frau stellte sich heraus, dass ihr weißes Fahrrad bei ihr im Keller stand. Schließlich ergab sich, dass das Fahrrad als gestohlen gemeldet worden war. Gegen den Zusteller wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ob seine Beziehung die Geschichte überlebt hat, wissen wir leider nicht.

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