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Zur Hölle mit den Studis

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Besser gesagt: Ex-Hölle. Die ehemalige Mainzer Stripteasebar heißt jetzt Nachtlager. Und das KUZ hat Zuwachs bekommen. Wir haben beide Locations besucht.

von Jonas Julino

Ein Nachtlager für Mainz

Eine neue Anlaufstelle für die Nachteulen der Stadt hat Mitte Juni in der Dominikanerstraße aufgemacht. Das „Nachtlager“ verspricht Drinks zu studentischen Preisen, lange Öffnungszeiten und eine gemütliche Atmosphäre.
Julian Abou Shosha und sein Partner David Spiridou haben sich für ihr Nachtlager eine ganz besondere Location ausgesucht. Über vierzig Jahre war in den Räumlichkeiten der Striptease-Club „Bar zur Hölle“ untergebracht. Live-Dildoshows und Séparées gehören seit der Schließung des Etablissements mit der auffällig orangefarbenen Front vor zwei Jahren allerdings der Vergangenheit an. Das Gastro-Duo Abou Shosha und Spiridou sahen trotz des abgerockten Zustands der Räumlichkeit das Potential. „Wir mussten erst einmal kernsanieren“, berichtet Abou Shosha. In Eigenarbeit wurden die Bühne und Séparées rausgerissen, Toiletten erneuert und eine Theke installiert. „Die Bar war in einem katastrophalen Zustand. Wir sind stolz auf das, was wir daraus gemacht haben“, so der gebürtige Berliner. Entstanden ist eine kleine, aber feine Bar mit langem Tresen, Lounge-Ecken im Eingangsbereich und einem DJ-Pult. Die Wände und Decken sind ganz in schwarz gehalten.
„Wir möchten mit unserem Angebot vor allem Studenten anlocken, die zu später Stunde hier ihr Lager für die Nacht aufschlagen. In letzter Zeit haben einige Locations geschlossen und wir wollen ein neues Angebot schaffen. Preislich versuchen wir unter dem Mainzer Durschnitt zu bleiben“, beschreibt Julian Abou Shosha das Konzept. Neben Drinks zu fairen Preisen werden an den Wochenenden DJs auflegen und mit verschiedenen Genres für gute Stimmung sorgen.

Preise & Öffnungszeiten NACHTLAGER:
Bier: ab 2,50 € (0,33l Flasche), 3 € (0,5l)
Softs: ab 2,50 €
Shots: 2 €
Longdrinks: ab 7 €
Sonntag, Montag & Dienstag Ruhetag
Mittwoch und Donnerstag 18 bis 2 Uhr
Freitag und Samstag: 18 bis open end

Essen, Trinken, Kultur im Waschhaus

1888 wurde das auffällige rote Backsteingebäude am Rhein von der Reichswehr erbaut. Im vorderen Teil lädt das KUZ nach der Wiedereröffnung 2018 zu Konzerten, Partys oder Lesungen. Auch der hintere Teil, in dem zu seiner Zeit eine Waschanstalt für stationierte Truppen untergebracht war, wird seit Anfang Juni wieder genutzt. Mit dem Waschhaus ist eine ganztägige Gastronomie auf dem KUZ-Gelände entstanden.
„Essen, Trinken, Kultur“. Unter diesem Motto präsentiert sich das Waschhaus. Im großzügigen Innenraum lässt es sich an kalten oder verregneten Tagen ebenso gut verweilen wie an sonnigen Tagen und lauen Abenden im Biergarten. Trotz der Nähe zum Rhein ist vom Wasser durch die Mauer nicht viel zu sehen. Das tut der Atmosphäre dennoch keinen Abbruch. Sieben Tage die Woche von 11 Uhr in der Früh bis in den späten Abend hinein bietet die neue Location so ziemlich alles was das Herz begehrt. „Unser Fokus liegt auf lokalen Produkten von Mainzer Produzenten“, so die Gastronomieleiterin des KUZ, Sina Peter. Kaffee von der Kaffeerösterei Müller, Stullen vom Stullen Andi und Biere von Eulchen und Kuehn Kunz Rosen finden sich auf der Karte. „Mainz deckt viel ab, von dem was eine Gastronomie braucht. Wir versuchen deshalb nachbarschaftlich zu arbeiten.“ Auch regionale Weine vom Weinpartner „Geile Weine“ und eine ordentliche Spirituosenauswahl mit Mainzer Einfluss von Muscatel und Ziegenhirt unterstreichen das Konzept.
Das Waschhaus soll eine Ergänzung zum KUZ sein. „Hier kann sich auch außerhalb von Veranstaltungen getroffen und entspannt werden“, sagt Sina Peter. Ganz auf Veranstaltungen verzichtet die neue Location mit industriellem Charme dann doch nicht: Für die Zukunft sind Pub-Quiz, Lesungen oder kleinere Konzerte
geplant.

Preise & Öffnungszeiten WASCHHAUS:
Bier (vom Fass): 0,3l – 3 € / 0,5l – 4 €
Schorle: ab 4,50 €
Softs: ab 2,70, Flasche Wasser (1L) 3 Euro
Longdrinks: ab 7,50 €
Shots: ab 2,00 €

Montags Ruhetag
Dienstag – Freitag von 16 Uhr bis spät
Samstag & Sonntag von 15 Uhr bis spät

Der Biergarten schließt immer um 22 Uhr.

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